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Einladung zur 25. ordentlichen Generversammlung 2020

Datum: 25.01.2020
  Kaffee und Gipfeli
  GV
  Mittagessen
  Weiterbildung
09:30 Uhr
10:00 Uhr
12:00 Uhr
13:30 Uhr
Ort: Apart Hotel, Rotkreuz

Traktanden GV
1. Begrüssung und Präsenzkontrolle, Wahl der Stimmenzähler
2. Mitglieder Mutationen
3. Genehmigung Kurzprotokoll der 24. GV 2019
4. Genehmigung des Jahresberichts des Vorstandes
5. Kassabericht (Jahresrechnung, Revisorenbericht, Décharge-Erteilung)
6. Festlegung der Jahresbeiträge
7. Genehmigung des Budgets 2020
8. Wahlen und Verabschiedungen
9. Anträge (Anträge müssen, um gültig zu sein, dem Präsidium bis zum Ende des Kalenderjahres schriftlich eingereicht werden.) Bitte an Sekretariat einsenden.
10. VTHS-Shop
11. Verschiedenes
       - Terminplan 2020
       - Nächste ordentliche GV: Samstag, 23.01.2021

Weiterbildung
Referat von Rosa Bischoff, Eid. FA Ausbilderin, Supervisorin/Coach BSO, Pädagogin, ADHS Coach und Verhaltenstrainerin

Wir begegnen Menschen mit ADHS (AufmerksamkeitsDefizit-/HyperaktivitätsStörung)
In der Aufgabe mit unseren Therapiehunden begegnen wir immer wieder Menschen mit besonderen Verhaltensauffälligkeiten. Rosa Bischoff wird uns, in ihrem Referat zum Thema ADHS, vertieft in das Thema einführen. Wir gehen der Frage nach, was wir unter ADHS verstehen und wie sich eine ADHS im Alltag für den Betroffenen anfühlt. Weiter werden einige wichtige Punkte Aufschluss darüber geben, wie Begegnungen mit Menschen mit ADHS zu guten Beziehungen wachsen können. Im Anschluss an das Referat können Fragen aus der Praxis gestellt werden.

Anreise Aparthotel
Mit dem Zug:
Das Aparthotel liegt direkt neben dem Bahnhof Rotkreuz.
Mit dem Auto:
Der Autobahnanschluss Rotkreuz befindet sich nur 700 m vom Hotel entfernt in Fahrtrichtung Rotkreuz, Adresse Mattenstrasse 1, 6343 Rotkreuz

Shop
Artikel können bereits zum Voraus bei Sybille Schönbächler über den Internet-Shop (https://www.shop-therapiehunde.ch/) bestellt werden. Sybille wird die Artikel an die GV mitnehmen. Bitte im Feld «Anmerkungen zur Bestellung» angeben «Auslieferung an GV». Bezahlung mit EC oder bar an GV.

Anmeldung:

Romanshorn - Nehmen ist seliger als geben!

Letzthin läutete das Telefon bei uns im Sekretariat des Vereins Therapiehunde Schweiz. Auf dem Display war zu lesen «Zentrale, Einwohneramt». Nachdem ich mich gemeldet hatte, wurde ich von einer freundlichen, etwas unsicheren, jungen Dame befragt: «Ob Frau ‘Y’ bei uns als Aktives Mitglied eingetragen sei». Ich nahm an es gehe um die Steuerbefreiung für den Hund, klickte mich in unsere Datenbank und suchte den Eintrag für Frau ‘Y’. Diese war als Aktivmitglied in unserer Datenbank eingetragen, was ich auch bereitwillig so weitergab. Die junge Dame bedankte sich dafür. Nun fragte ich nach, ob Frau ‘Y’ denn eine neue Adresse hätte und ob ich diese erfahren dürfte. Das wäre ja richtig effizient gewesen, das gleich im offenen Datensatz anzupassen. Die junge Dame, offenbar Lehrtochter, erwiderte, «sie frage nach». Dann ging es etwa 2 Minuten, bis sich die Dame wieder meldete und mir mitteilte, «ja wir können ihnen die neue Adresse mitteilen, das kostet CHF 10.00». Ungläubig fragte ich nach, ob ich richtig gehört hatte. Immerhin hatte ich der Dame soeben eine kostenlose Auskunft gegeben und war eigentlich der Ansicht ein Gegenrecht zu haben. Ich erklärte ihr, dass wir ein spendenfinanzierter Verein seien, der steuerbefreit ist. Wieder musste die Lehrtochter nachfragen. Nun ging es schon viel länger, etwa vier Minuten, bis sich die Lehrtochter wieder meldete und auf der Auskunft beharrte. Ich erklärte ihr nun, dass ich für meine Auskunft auch eine Rechnung senden werde. Nun wurde ich mit dem Vorgesetzten verbunden. Dieser behauptete es müsste in unseren Statuten stehen, wenn wir für eine Auskunft Geld verlangen würden und meinte wir seien ein Verein, dessen Mitglieder Beiträge entrichten würden. Ich erklärte ihm, dass die Beiträge von Gönnern, bei uns Passiv-Mitglieder genannt, stammen und das, neben den nicht kostendeckenden Ausbildungsbeiträgen, unsere einzige Einnahmequelle sei. Dazu sind wir tagein tagaus in Spitälern, Heimen und bei Privaten im ehrenamtlichen Einsatz, kostenlos also. Das würden wir sogar in Romanshorn, der Gemeinde mit der Zentrale, Einwohneramt tun. Nun will aber der Vorgesetzte des Zentralen Einwohneramts uns für eine Adressauskunft CHF 10.00 verrechnen, ohne Gegenrecht! Nein, er könne das nicht kostenlos machen, bei Ihnen in der Gemeinde sei das Gesetz!

Noch immer ist es im Jahre 2019 so, dass gewisse Gemeindeangestellte weder selbst entscheiden noch selbst denken dürfen. Gesetz ist Gesetz, Punkt, fertig. Auch wenn das Telefon nun 10 Minuten gedauert hat und wenn die gegenseitigen Auskünfte nach 2 Minuten volkswirtschaftlich effizient und sinnvoll ausgetauscht gewesen wären. Man hat sich an das Gesetz gehalten – koste es was es wolle! Ich auf jeden Fall habe etwas gelernt! In Zukunft frage ich ganz unschuldig, bevor ich Auskunft gebe, «haben sie eine Adresse für nachgefragte Person?»

Fragebogen zu Studie Suizid und Therapiehunde-Teams

Dieser Fragebogen, der von Wissenschaftlern der Erasmus-Universität Rotterdam entwickelt wurde, zielt darauf ab, die Auswirkungen von Suizid (oder Suizidbedrohungen) auf Fachkräfte im Bereich der psychischen Gesundheit zu untersuchen. Während Patientensuizid für viele Fachkräfte im Bereich der psychischen Gesundheit keine Seltenheit ist, gibt es nur wenige Studien darüber, wie wir mit den beruflichen und / oder persönlichen Auswirkungen solcher Ereignisse umgehen. Das Ziel dieser Studie ist es, die Auswirkungen des Selbstmordes auf Fachkräfte im Bereich der psychischen Gesundheit zu beleuchten und die aktuellen Richtlinien und Richtlinien infolgedessen anzupassen.

https://erasmusuniversity.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_0V6XPGTRmCuPM69

Neuerscheinung "Tiergestützte Therapie im Freiheitsentzug"

Persönlichkeitsstörungen, Sucht, Depression: Etwa acht von zehn Strafgefangenen leiden unter mindestens einer psychischen Störung. Psychotherapie oder zumindest soziale Arbeit ist in Haftanstalten und im Massregelvollzug notwendig. Besondere Möglichkeiten bietet die tiergestützte Therapie. Theres Germann-Tillmann und Bernadette Roos Steiger fassen in ihrem neuen Buch „Tiergestützte Therapie im Freiheitsentzug“ zusammen, welche Faktoren beim Einsatz von Hunden, Pferden oder Ziegen als Therapiebegleittiere wichtig sind und zum Behandlungserfolg führen.

Gerade Straftäter sind vielen Menschen gegenüber oft misstrauisch oder sogar feindlich eingestellt – sind sie doch zu oft in ihrem Leben enttäuscht worden, meist schon in Kindheit und Jugend. Auf der anderen Seite werden sie wegen ihrer Delikte von anderen Menschen ebenfalls mehr als kritisch beäugt. Tiere dagegen sind vorurteilsfrei und gehen auf Straftäter nicht anders zu als auf Menschen in Freiheit . Anderseits begegnen Häftlinge bzw. Patienten den Tieren deutlich offener und positiver als Menschen - Therapeuten eingeschlossen. So kann mit einem Tier an der Seite der Einstieg in eine Therapie einfacher gelingen und die Bereitschaft zu den therapierelevanten offenen Gesprächen steigt deutlich an.

Trotz zahlreicher positiver Erfahrungen mit Therapie-Begleittieren nicht nur in der Forensik wird diese Art der therapeutischen Arbeit noch oft belächelt, gibt es doch keine klar anerkannte Ausbildung mit vereinheitlichten Inhalten oder Vorschriften für den Umgang mit den Tieren während einer Behandlungsphase. Die Autorinnen bezeichnen es treffend als „unterschätztes Potenzial“ und möchten diese Lücke mit ihrem neuen Buch schließen. Sie machen die Besonderheiten der Mensch-Tier-Beziehung deutlich und stellen Herausforderungen und Vorteile der Triade Patient/Therapeut/Tier im Vergleich zur bisher vorherrschenden Dyade Therapeut/Patient heraus. Vor allem die Eigenheiten des forensischen Settings, wie ein fehlender Kontakt zu Außenwelt oder die fehlende Wärme anderer Lebewesen (Mensch oder Tier), machen den Einsatz von tiergestützter Therapie wichtig und erfolgreich.

Dass nicht nur das Wohl der beteiligten Menschen im Vordergrund steht, liegt den Autorinnen am Herzen. Das Tier als Dreh- und Angelpunkt hat ebenfalls zahlreiche Bedürfnisse und Rechte, die berücksichtigt werden müssen. So brauchen auch z.B. Therapiehunde oder -esel ihre Pausen; Zeichen von Stress und Überforderung oder Unwohlsein müssen ernst genommen werden. Jedes Tier sollte in seiner Individualität anerkannt werden – ebenso wie die Patienten.

Germann-Tillmann und Roos Steiger brechen eine Lanze für die tiergestützte Therapie im Freiheitsentzug. Ihre jahrzehntelangen Erfahrungen und Kompetenzen fließen in das Buch ein, so dass die Möglichkeiten, aber auch Grenzen dieser noch recht ungewöhnlichen Therapieform klar werden – ein weiterer Schritt zu einem Professionalisierungsprozess innerhalb der heilenden Berufe.

Literatur:

Theres Germann-Tillmann, Bernadette Roos Steiger: Tiergestützte Therapie im Freiheitsentzug.
Das unterschätzte Potenzial.
Pabst 2019, 278 Seiten. Paperback ISBN 978-3-95853-451-3. eBook ISBN 978-3-95853-452-0.

Erfassungsformular Anerkennungsurkunden 2018 benevol

Im internen Bereich ist das Erfassungsformular Anerkennungsurkunden 2018 von benevol Zug ab sofort verfügbar.